Ernährungstherapie

Welche Ernährungsform ist gesund?

Vorab ist zu sagen, dass es NICHT die eine gesunde Ernährung für alle Menschen gibt, aber natürlich gibt es Ernährungsformen, die für jeden ungesund sind. Ich denke, wir müssen an dieser Stelle nicht darüber streiten, dass übermäßiger Süßigkeiten- und Fast-Food-Konsum für niemanden gut ist. 

 

Darüber hinaus gibt es jedoch bei jeder anderen Ernährungsform die Möglichkeit, sie gesund oder ungesund zu praktizieren. Esse ich bei vegetarischer oder sogar veganer Ernährung überwiegend Ersatzprodukte und/oder trinke Eiweißshakes und vernachlässige die Gemüse- und Salatfraktion, kommt es rasch zu einer Übersäuerung, die große Probleme machen kann, ohne dass diese auf die Ernährung zurückgeführt werden, denn man ernährt sich ja gesund. Hmmmmm…. Dabei sind auch eventuell nicht alle essentiellen Aminosäuren mit an Bord. Kaum jemand kennt sich damit aus, wie diese ohne tierische Produkte, durch geschickte Kombination von Nahrungsmitteln, aufgenommen werden können. Auch bestimmte Vitamine rutschen gerne langfristig in den Mangel, wenn man sie nicht zusätzlich einnimmt. 

 

Ich unterstütze Sie gerne dabei, Ihre vegetarische oder vegane Ernährung gesund zu praktizieren!

 

 

Low Carb und Ketogene Ernährung:

 

In der Praxis erlebe ich oft die Low Carb Ernährung (maximal 100 g Kohlenhydrate pro Tag) oder die Ketogene Ernährung (maximal 30 g Kohlenhydrate pro Tag) als Gamechanger bei chronischen Erkrankungen, die mit Insulinresistenz im Zusammenhang stehen. Allerdings nur, wenn diese Ernährungsformen sehr gemüse- und salatlastig durchgeführt werden (kein Dirty Low Carb oder Dirty Keto!).

 

Durch unsere übliche, kohlenhydratlastige Ernährung „schwimmt“ oft so viel Insulin im Blut, das ja eigentlich der Schlüssel zur Zelle ist, damit der Zucker aus dem Blut in die Zelle gelangen kann, dass die Zelle immer weniger öffnet. Ein Teufelskreis beginnt: Insulinausschüttung, die nicht dazu führt, dass der Zucker in die Zelle kommt, führt zu weiterer Insulinausschüttung, weil die Zelle nach Energie ruft. Bei diesem Vorgang erschöpft sich die Bauchspeicheldrüse (das ist die Produzentin des Insulins) über kurz oder lang und sie wird unfähig noch ausreichend Insulin zu bilden, was schließlich über die Jahre in den Diabetes Typ II führt. Aber auch viele andere chronische Erkrankungen werden durch hohen Kohlenhydratkonsum und Insulinresistenz getriggert. So lohnt sich in den meisten Fällen ein Versuch mit der Sanguinum-Stoffwechselkur, Low Carb oder einer Ketogenen Ernährung. Dabei nehme ich Sie gerne an die Hand – damit Sie auch das Richtige essen!

 

 

Mein eigener Weg raus aus der Insulin- und Zuckerfalle:

 

Nach jahrzehntelangen Gewichtsproblemen - ein ständiges Auf und Ab mit Tendenz nach oben – kam ich zwangsweise an einen Punkt, an dem ich mir vermehrt Gedanken machen musste.

Da ich glaubte, mich absolut gesund zu ernähren, aß ich doch schon seit Jahren kaum Kohlenhydrate (wie ich dachte), blieb ja nur die Pille und so legte ich den Start einer klassischen Diabetikerkarriere hin: Nach den ersten auffälligen HbA1c-Werten (Langzeitzucker der letzten 3 Monate) gab es die erste Metformin-500-Tablette. Ernährungstechnisch glaubte ich alles richtig zu machen, Also nahm ich die Pille und der HbA1c-Wert bewegte sich brav nach unten. Für mich war das leider, wie für die meisten, das falsche Signal, deutete ich es doch als „weiter so!“ – auch ernährungsmäßig!

 

Was sich leider nicht nach unten bewegte, war mein Gewicht. Es kannte seit Jahren nur eine Richtung – die falsche – ganz egal, was ich versuchte. Das änderte sich auch nicht unter Metformin.

 

Schließlich kam es dann aber, wie es kommen musste: Der HbA1c-Wert verschlechterte sich wieder und nun sollte ich drei (!!!) Metformin 500 nehmen! Trotz nur wöchentlicher Steigerung um eine Tablette, rebellierte mein Körper. Mit jeder zusätzlichen Metformin stieg extremer Juckreiz von den Füßen nach oben auf. So ging es nicht weiter!

 

Heute bin ich meinem Körper höchst dankbar, dass er mir so deutlich gezeigt hat, dass der schulmedizinische Weg nichts für mich war. Ich las Bücher und Studien, nahm an einer Studie der Technischen Universität Dresden teil und bekam darüber die Gelegenheit, durch einen Blutzuckersensor zu entdecken, welche Nahrungsmittel wirklich Anstiege von Blutglukose in meinem Körper bewirkten. Dabei gingen mir nicht nur Lämpchen, sondern ganze Kronleuchter auf. Meine Ernährung der letzten Jahre war noch nicht einmal Low Carb gewesen, auch wenn ich Getreide, Kartoffeln und Reis nahezu komplett vom Speiseplan verbannt hatte.

Und gaaaanz vorsichtig, verabschiedeten sich die ersten Pfündchen.

 

Erst über ein ausgeklügeltes Ernährungskonzept mit Elementen der Ketogenen Ernährung gelang es mir jedoch, wirklich Kilos und Viszeralfett zu verlieren. Dieses gebe ich gerne allen weiter, bei denen das „Herkömmliche“, so wie bei mir, aufgrund ausgeprägter Insulinresistenz, versagt.