Bodenständig, naturheilkundlich.
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Seit den 80er Jahren des vorletzten Jahrhunderts fasziniert die Iridologie die Welt. In meiner Praxis erhalte ich oft Anrufe bei denen Menschen möchten, dass ich ihnen in die Augen schaue, um ihnen zu sagen „was sie haben“. Für mich klingt das immer ein bisschen wie eine Aufforderung zum Kaffeesatzlesen J. Man kann in der Iris zwar Hinweise auf die verschiedenen Körpersysteme sehen, potentielle Dysbalancen und Krankheitstendenzen identifizieren und Aufschluss über die Verfassung von Organen und Geweben bekommen, aber grundsätzlich keine Diagnosen stellen, die nicht das Auge selbst betreffen. Deswegen ist der Begriff Iridologie dem Begriff Augen- bzw. Irisdiagnose auch vorzuziehen.
Was ein Patient hat, ist nicht immer zu sehen, aber sehr wohl, aufgrund welcher Basis sich ein pathologisches Geschehen entwickelt hat. Es ist auch nicht immer deutlich, ob nur eine Krankheitstendenz besteht oder bereits ein pathologisches Geschehen eingetreten ist. Auch sehen wir im Auge manchmal Zeichen, die nicht den Träger, sondern Papa, Mama, Opa, Tante usw. betreffen. Mit anderen Worten: Das anschließende Gespräch über das, was gesehen wurde, ist sehr wichtig, um Therapie- bzw. Unterstützungsmaßnahmen daraus abzuleiten. Manch eine im Auge sichtbare Veranlagung muss nämlich für den Träger nie Realität werden, wenn rechtzeitige Unterstützung für schwächelnde Organe gegeben und ein entsprechender Lebenswandel geübt wird.
Bis sich im Auge dann tatsächlich Veränderungen aufgrund von Therapie oder Erkrankung zeigen, kann es Jahre dauern. Somit eignet sich die Iridologie auch nicht zur Verlaufskontrolle einer erfolgten Behandlung.
Um maximalen Nutzen aus dem „Blick ins Auge“ zu ziehen gehe ich in der Praxis wie folgt vor.
Kurzer Fototermin in der Praxis. Ich mache mit und ohne Blitz von jedem Auge mehrere Fotos mit einer Digitalkamera. Wir verabreden einen Besprechungstermin und der Anamnesebogen wird mit der Aufforderung mitgegeben, ihn ausgefüllt zum Folgetermin wieder mitzubringen.
Auswertung der Fotos und schriftliche Fixierung des Gesehenen außerhalb des Termins.
Besprechungstermin. Sollte nicht nur eine Darstellung des Gesehenen gewünscht sein, sondern auch eine therapeutische Empfehlung, geht der Termin dann in die Erstanamnese über, da diese Voraussetzung für sorgfältiges Arbeiten meinerseits ist.