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Bodenständig, naturheilkundlich.

Herzlich Willkommen auf der Internetseite zu meiner Naturheilpraxis.

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Mein Weg zur Heilpraktikerin

Spirale am Strand

In meiner Kindheit wollte ich Ärztin oder Lehrerin werden. Wenn ich in der katholischen Kirche, in der ich damals durch meine Eltern hineingeboren war, hätte Pastorin werden können, wäre das sicherlich auch eine Option gewesen. Da ich aber katholisch, Kind eines Handwerkers und einer Hausfrau war (ja, damals war es noch möglich mit einer Vollzeitstelle eine Familie zu ernähren!), streckte ich mich nach der Decke und begann mit Freude ein Lehramtsstudium, das ich 1985 mit Bravour abschloss, um schließlich ebenfalls als Hausfrau, Mutter eines Pubertiers (das nicht mal meins war) und Ehefrau eines Universitätsdozenten ehrenamtliche Arbeit in einem Umweltschutzverein und der örtlichen (inzwischen evangelischen) Kirchengemeinde zu leisten. So spielt das Leben manchmal.

 

Es hört sich vielleicht so an, als wenn ich diese Jahre als verlorene Jahre betrachten würde. Das stimmt allerdings ganz und gar nicht: Diese Jahre haben mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Ich bin heute nur eben keine Lehrerin “normaler” Art, bin nicht den geraden Weg gegangen, der zunächst einmal so vorhersehbar zu sein schien.

 

Ich erbaute mit meinem damaligen Mann in viel Eigenarbeit ein für die damaligen Verhältnisse ziemlich ökologisches Haus, wurde (Stief)mutter eines aufgeweckten 13-Jährigen und Mutter eines Sohnes, der aufgrund seiner Behinderung immer mehr Zuwendung brauchte als andere Kinder. Dann kam es, wie es kommen musste: Alle Ehrenämtchen und alle Beschäftigungen in meinem Naturgarten füllten mich natürlich nicht dauerhaft aus - ich wollte noch etwas anderes vom Leben! 

Da wir entscheidende Hilfen für meinen Sohn in der Alternativmedizin gefunden hatten, und ich so nebenbei bereits den halben Kindergarten und die Schule bezüglich Schüßlersalze beraten hatte, lag es nahe, den alten Traum mit der Medizin etwas modifiziert wieder aufleben zu lassen: Ich meldete mich in einer renommierten Heilpraktikerschule an, und ich, die ich bis dahin eine sehr “pflegeleichte” Ehefrau gewesen war, die niemals etwas für sich beansprucht hatte, verhandelte nun tagelang mit meinem Mann, um das Schulgeld, was nicht grad wenig war, zu erhalten! Und so habe ich mich dann über die Ausbildung zur Heilpraktikerin so nach und nach so verändert, dass ich zur Zeit der Heilpraktikerprüfung bereits ein Jahr in Trennung lebte, weil ich einfach nicht mehr die Frau war, die 16 Jahre vorher geheiratet hatte.

 

Die Zeit der Scheidung war natürlich nicht eben leicht, aber ich habe diesen Schritt nie bereut. Ein weiteres Wachsen wäre in dieser Ehe nicht mehr möglich gewesen. Anders ist es mit meinem jetzigen Ehemann Manfred, der von Anfang an eine Frau auf gleicher Augenhöhe wollte. Zusammen haben wir zunächst die Praxis in Herford aufgebaut. Niemals gab es Diskussionen, wenn ein Praxistag doch mal länger dauerte als vorgesehen, und die Küche kalt blieb oder ich schon wieder ein Wochenende oder einen Abend zu einer Fortbildung wollte. Das, was ich in meiner Praxis machte, musste ich nicht rechtfertigen und die Ausbildung zur Reikilehrerin und Geistlehrerin/Geistheilerin ebenfalls nicht. Das erste Mal in meinem Leben hatte ich das Gefühl “richtig” zu sein, so wie ich war und dachte. Ich wurde geliebt - und das nicht nur bei “Wohlverhalten”.

 

Gerade nach meiner Geistlehrerausbildung merke ich oft, dass ich inzwischen über die Dinge des Lebens anders denke, nicht immer kompatibel bin. Ich erinnere mich noch genau, wie ich als Kind einen Artikel in der bei uns zu Hause allgegenwärtigen Bildzeitung über einen Heiler gelesen hatte, der mit Handauflegen heilte. Freilich wusste ich damals noch nicht, dass ein Heiler nicht jeden heilen kann - ich war einfach fasziniert, dass es soetwas überhaupt gab. Und: Nicht im entferntesten hätte ich mir vorstellen können, dass ich einmal selbst Hände auflegen würde... Den Berufswunsch “Heilerin” gab es nicht, weil ich diesen Beruf für noch unmöglicher angesehen hätte, als Medizin zu studieren. Umso glücklicher bin ich, wenn ich sehe, wo ich jetzt stehe. Ich habe die Alternativmedizin im engeren Sinne, bei der ich schaue, was für sanfte Medizin ich verordnen kann, bei der ich ganz praktisch Hand anlege, um Wirbel und Gelenke mit einem Knacks zu justieren. 

Und ich habe das, was zunächst einmal nicht so fassbar ist, eher energetisch wirkt. Ich führe Gespräche über Ernährung und über das Leben selbst. Bei all dem ist jedoch immer in meinem Bewusstsein, dass - wenn es sein darf und sein soll - Heilung nur durch den Schöpfer allen Seins, durch Gott, geschieht und nicht durch mich.

 

Seit nunmehr 10 Jahren Jahren leben mein Mann, ich und unsere beiden Katzen in Kirchlengern-Hagedorn, also auf dem Dorfe. Es gibt hier viele Wohnhäuser, eine Kirche, einen Kindergarten, eine Druckerei für Textilien und eine Naturheilpraxis/Heilpraxis - meine! Hier leben Hühner und Laufenten, auf etlichen Grundstücken blöken Schafe und meckern Ziegen. Außerdem gibt es ausgewilderte Kaninchen, viele andere Katzen und natürlich Hunde. Auf unserem großen Grundstück entstand so nach und nach ein Naturgarten und viele Heilpflanzen erhielten Einzug.

Es fühlt sich gut an, hier und nicht mehr mitten in der Stadt zu sein!